Die Honnenkapelle

 

Die Geheimnisse der Honnenkapelle

Zwischen den Feldern Wachtendonks, im Ortsteil RĂŒttendorf, liegt die Kapelle St. Cruxis. Sie entstand 1708 wegen eines Gelöbnisses und wurde in den Jahren 1856/57 neu gebaut. In frĂŒherer Zeit war dort ein Rochus-Bildstock.

Wachtendonk Es gibt viel zu erzĂ€hlen ĂŒber die Kapelle St. Cruxis, die zu RĂŒttendorf gehört, das wiederrum eine Bauernschaft Wachtendonks ist. Bekannter ist sie als Honnenkapelle.
Das Kapellchen und der daneben liegende Honnenhof gehörten schon immer irgendwie zusammen.
Wer auf dem Honnenhof war, der stellte in der Vergangenheit auch den KĂŒster, der sich um die Kapelle kĂŒmmerte. Zuletzt war das KĂ€the Thissen.

RegelmĂ€ĂŸig wird die Kapelle besucht und fĂŒr verschiedene Veranstaltungen genutzt: Z. B. fĂŒr das Rosenkranzgebet der Vereinigten St. Sebastianuns und St. Michaelsbruderschaft Gelinter. Aber auch zur Maiandacht oder an den Bitt-Tagen vor Christi Himmelfahrt ist die Honnenkapelle eine wichtige Anlaufstelle.

Virtuelle Tour durch die Honnenkapelle (Mit der Maus ins Bild klicken zum Umsehen.)

Die Kapelle berĂŒhrt. Links neben der EingangstĂŒr hĂ€ngt ein Gedicht von Heinrich Taxen, der in unmittelbarer Nachbarschaft zu Hause war. “Es kommt hier vorĂŒber, zu GefĂ€hrt und zu Fuß. FĂŒr jeden hat die Kapell’ einen freundlichen Gruß“, beginnt das sechsstrophige Gedicht. Es endet: “Und kommst du vorĂŒber, die Kapelle grĂŒĂŸt dich einmal nicht, mein Freund, ich bedaure es, dann siehst du sie nicht.”

Die Schwester des Dichters, Mina Taxen, spendete Holz fĂŒr eine neue TĂŒr.
Der neugotische Bau hat sogar einen Glockenturm. GelĂ€utet wird noch per Hand. Den Innenraum der Kapelle prĂ€gt eine Mischung aus sakralen und rustikalen GegenstĂ€nden. Ins Blickfeld der Besucher rĂŒckt sofort der Altar mit dem Abbild von Jesus in den Armen Marias.
An der linken Seitenwand hĂ€ngt ein handgefertigtes Holzschild von Wilhelm Hilkmann. „Danke Gott und sei zufrieden“, steht dort als Aufforderung.

Er hat auch das Holzkreuz fĂŒr das Kruxifix gefertigt. Das frĂŒhere Kreuz liegt versteckt im Altar. Es wird gemunkelt, dass in Kriegsjahren unter dem Dach GetreidesĂ€cke versteckt wurden. Wer weiß, welche Geheimnisse die Mauern noch verbergen?

GegenĂŒber dem Kruxifix hĂ€ngt eine Holztafel, auf der die Bitte formuliert ist: „Segne Frucht und Ackerland. SchĂŒtz vor Wasser, Flut und Brand“.
Segen Schild der Honnenkapelle

Bericht der Honnenkapelle
KĂŒmmerer: (Von Links) Michael Beckmann, Franz Hoyer und Bernd Trienekens vor der Kapelle in Wachtendonk.

Unweigerlich hĂ€ngt die Geschichte der Kapelle mit dieser Bitte zusammen. Denn die erste Kapellen-Version wurde 1708 nach dem großen Stadtbrand in Wachtendonk gebaut.

Das Ehepaar Caspar Lauwart und Elisabeth van Kempen gelobten, wenn der Brand ihr Haus verschone, Geld fĂŒr kirchliche Zwecke zu spenden. Ihr Zuhause, das Haus PĂŒllen, Mitten in
Wachtendonk gelegen, steht bis heute. Der erste Kapellenbau war allerdings ein Fachwerkhaus, aus Putz aus Lehm. Irgendwann war es so baufÀllig, dass die Neuerrichtung anstand.

Gebaut wurde die heutige Kapelle 1856/57. Durch regelmĂ€ĂŸige Renovierungsaktionen ist die Kapelle in einem sehr guten Zustand gehalten worden.

 

Bilder von der Renovierung 2017

Tafel an der Honnenkapelle


Tafel an der Honnenkapelle

Inschrift der Tafel:


Caspar Leuwart und seine Frau Elisabeth van-Kempen stifteten bei dem Hof Honnen (nach einer bestÀtigten Nachricht) schon 1708 eine Kapelle.
(Man erzĂ€hlt, dass Caspar Leuwart als Bewohner von „Haus PĂŒllen“ beim großen Stadtbrand von 1708 um den Erhalt seines Hauses betete und als Dank dafĂŒr eine Kapelle stiften wolle.
„Haus PĂŒllen“ brannte tatsĂ€chlich nicht ab).
Bezeugt ist, dass das Ehepaar 1716 hier einen Altar zu Ehren des HL. Kreuzes errichten ließ. 1856 bis 1857 erfolgte nach PlĂ€nen des Kölner Architekten Friedrich Schmidt der völlige Neubau zu einer neugotischen Kapelle.
Über dem Portal ist eine Sandsteintafel mit folgender -ĂŒbersetzer- aufschrift eingelassen:
Diese Kapelle wurde zu Ehren der Sieben Schmerzen der Jungfrau Maria im Jahre 1856 neuerbaut.

Die Honnenkapelle befindet sich im RĂŒttendorfer Weg 7, 47669 Wachtendonk

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